Anthroposophische Medizin

Was ist das?

Rudolf Steiner und Dr. Ita Wegmann begründeten 1925 mit ihrer gemeinsamen Veröffentlichung „Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst“ sowie Vorträgen für ÄrztInnen die Anthroposophische Medizin und setzten mit dieser geisteswissenschaftlichen Erweiterung der damaligen vorwiegend naturwissenschaftlich orientierten europäischen Medizin maßgebliche Impulse, die seither i.S. einer Integrativen Medizin weiterentwickelt werden.
Diese ganzheitliche Ausrichtung der Medizin bezieht sich auf das von Steiner und Wegmann entwickelte anthroposophische Menschenbild, insbesondere die so benannte 3- und 4-Gliederung des Menschen. Die diagnostische Erkenntnis, auf welcher dieser Gliederungsebenen Dysbalancen und Erkrankungen bestehen, ermöglicht die Zusammenstellung therapeutischer Konzepte zum Ausgleichen, die über einen schulmedizinischen Ansatz hinaus gehen.
Die Anthroposophische Medizin eröffnet somit PatientInnen zusätzlich zur notwendigen und vollständig einbezogenen modernen schulmedizinischen Praxis eine Schatzkiste anthroposophischer Medikamente und Therapieformen. Die Therapien stärken die körperlichen, geistigen und seelischen Selbstheilungskräfte oder schwächen krankmachende Einflüsse ab, um Gesundung und Wohlbefinden zu erreichen.
Anthroposophische Medikamente bestehen oft gleichzeitig aus mehreren Heilpflanzen, Mineralien und ggf. Organpräparaten, sind also Komplexpräparate in Form von Globuli, Tabletten, Tropfen, Salben, Ölen. Sie werden verschieden stark potenziert und haben sehr selten Nebenwirkungen. Oft werden sie auch als Spritzen oder Einreibungen im Heilwickel oder als Badezusatz äußerlich angewendet.
Typische anthroposophische Heilmittel schließen ein: Rhythmische Massage (spezielle Technik nach I.Wegman oder S. Pressel), Heileurythmie (spezielle Bewegungstherapie), anthroposophische Kunsttherapie (Maltherapie, Plastizieren, Steinmetzarbeit, Sprachtherapie, Instrumental – und Gesangstherapie. Außerdem wird die anthroposophische Biografiearbeit (speziell gestaltete Gesprächstherapie) angewendet.
Wir bieten äußere Anwendungen in Form von Heilwickeln bei Bedarf in der Praxis an und führen regelmässig Kurse zum Anlernen durch (s.Veranstaltungen).

AKTION: Bitte unterstützen Sie personell und finanziell das in Gründung befindliche anthroposophisch-medizinisch arbeitende Mutter/Vater-Kind-Kurheim Phönix e.V. in Lassan (zwischen Anklam und Usedom), damit zukünftig die Wartezeiten für Kuren verkürzt werden können. erreichbar unter http://www.phoenix-kur.de

Anthroposophische Sprechstunde

Bitte stellen Sie sich zunächst in der Allgemeinärztlichen Bestellsprechstunde (oder bei akuten Beschwerden in der Akutsprechstunde) bei mir vor, damit wir uns gemeinsam kurz kennenlernen und erste ärztliche Maßnahmen begonnen werden können.

Zu diesem Zeitpunkt kann ich mit Ihnen abschätzen, ob Ihr Anliegen einer umfangreicheren anthroposophischen Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte) bedarf. Da ich für solche Anliegen ca. 1 Stunde reserviere, bitte ich um Ihr Verständnis, dass ich diese Termine nur nach dem ersten persönlichen Kontakt vergebe.

Leistungen der Gesetzlichen und Privaten Krankenkassen

Einige gesetzlichen Krankenkassen bieten eine Erstattung der anthroposophischen Therapien, Medikamente sowie Arzthonorare i.R. des „IV-Vertrages für Anthroposophische Medizin“ an. „IV“ steht für Integrierte Versorgung. Die aktuelle Liste dieser Kassen können Sie in der Praxis erfragen oder beim Dachverband DAMID online als PDF herunterladen:

Liste der teilnehmenden Krankenkassen (PDF-download)

Privat Versicherte sollten bitte mit Ihrer Kasse individuell Rücksprache halten welche Kosten rückerstattet werden.

Selbstzahlern stelle ich eine Rechnung nach der Ärztlichen Gebührenordnung GOÄ aus.

Links:

Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland

Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland

Gesellschaft Anthroposophische Ärzte – Regionalgruppe Ost

Anthroposophische Therapeutensuche in Sachsen

Waldorfschulen Leipzig

Karl Schubert Schule Leipzig


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